Erfahrungsbericht Philips Hue

So, jetzt mal zu unserem Test und Review der Philips Hue. Bei Philips Hue handelt es sich um ein neuartiges Lichtkonzept, welches es erlaubt dezentral platzierte Leuchtmittel einheitlich zu steuern – und das mit 16 Millionen Farben. Jede der Birnen hat eine Leistungsaufnahme von 8,5 Watt und strahlt mit 600 Lumen (entspricht ca. 48 Watt). Drei Birnen (Lichtausbeute entspricht in etwa 150 konventionellen Watt) reichen also vollkommen aus, um einen bei uns 30 qm großen Raum zu beleuchten. Damit sind die Lampen in die sehr gute Energiesparklasse A der EU eingeteilt und bieten insofern eine Möglichkeit zum Strom sparen. Alle Lampen leuchten mit einer sehr kurzen Einschaltverzögerung.

Das Philips Hue Starterpaket (200 Euro) besteht aus drei LED Birnen und der Bridge (Leistungsaufnahme der Bridge: 3 Watt). Die Hue LED Birnen verfügen über ein eingebautes WLan Modul, welches die angeschlossenen HUE Birnen über die Bridge mit dem heimischen Netzwerk verbinden. Steuern kann man die Philips Hue mit iOS (Download im Applestore) und Android Devices (Download im Playstore) mit der original Hue App oder mit Apps von Drittanbietern.

Bei uns sind 2 der drei Hue Lampen in normalen kugelförmigen Deckenlampen verschwunden und die dritte im Kopf einer Stehlampe. Wenn die Birnen in der Fassung sind und das Netzwerkkabel in der Bridge steckt kann der Spaß schon los gehen.  Die Lampe verhält sich wie eine normale Birne, lässt sich also weiterhin über den Schalter an der Wand ein- und ausschalten. Das heißt, dass auch wenn eine Lampe mit einer besonderen Farbe etc. angesteuert wurde, wird diese beim Ausschalten wieder in den Ausgangsmodus versetzt (weißes Licht). Das ist gut, da die Philips Hue sich damit wie eine normale Birne steuern lässt. Die Standard Lichtfarbe ist ausgesprochen angenehm und entspricht der einer normalen Glühlampe. Zusätzlich zu dem normalen weißem Licht gibt es besondere Einstellungen für Entspannung, Lesen, mehr Energie und Konzentration.

Wer die Helligkeit oder die Farbe ändern möchte greift zu seinem Smartphone oder Tablet und passt die Farbgebung und die Helligkeit seinen Wünschen an. Die App bietet alleine schon 5 Voreinstellungen für weises Licht, speziell für konzentriertes Arbeiten, zum Lesen, zum Entspannen etc. Weitere Voreinstellungen für farbiges Licht kann man ebenfalls auf Knopfdruck einschalten.

Alle voreingestellten Ambientbeleuchtungen kann man editieren und jede Lampe individuell in Farbe und Helligkeit steuern. Gefühlte 2000 weitere Szenen gibt es in der Hue Community, die man sich per einfachen Klick auf sein Smartphone holt. Bei uns hängen 3 Tablet PC / iPads und 3 Telefone an der Bridge, so das jeder im Haushalt sich das Licht nach eigenen Bedürfnissen gestalten kann.

Nice sind auch die Timer sowie die externe Lichtschaltung. Der Timer lässt das Licht zur definierten Zeit langsam angehen, das ist sehr schön, vor allem am frühen Morgen. Die externe Lichtschaltung ermöglicht die Steuerung des Lichtes, auch wenn man nicht zu Hause ist.

Philips Hue lässt sich auch erweitern, einzelne Hue Birnen sind für knapp 50 Euro zu haben und an einer Bridge können bis zu 50 Hue Birnen angemeldet werden. Da Philips das Hue System für Entwickler geöffnet hat, gibt es mittlerweile einige Apps in den Stores. Hue Disco zum Beispiel, die App steuert die Birnen anhand der Umgebungsgeräusche / Musik. Weitere Erweiterungsmöglichkeiten sind die LivingColor Lampen ab der 2ten Generation. Auch diese lassen sich zentral mit steuern.

Alles in allem möchte ich die Hue nicht mehr missen. Statt die Wände bunt zu streichen, steuere ich jetzt das Licht und mache die Stimmung die ich gerade gebrauchen kann.

[Update]

Mittlerweile gibt es eine neue Software (1.1) für das Hue System. Damit kann die Beleuchtung zum Beispiel angehen, wenn sich ein Smartphone an einer bestimmten Stelle (zum Beispiel vor dem Haus) befindet. weitere neue Funktionen sind Notifikations, z.B. wenn man bei Facebook, Instagram auf einem Bild markiert wird oder bei Gmail eine neue Mail erhält.

 

 

 

 

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