Recap: Tengelmann e-day 2015

Veränderung ist unser ständiger Begleiter, große Veränderungen sind in der Nutzung moderner Medien und unserem dadurch veränderten Verhaltensweisen in der realen Welt zu erkennen. Sehr gut kann man das am Einkaufsverhalten sehen.


Helga Haub, Mutter von Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub hielt die Eröffnungsrede des e-day und verglich die Veränderungskraft der digitalen Revolution mit der des Buchdrucks. Auch das hat die Welt verändert.

Es wird sich vom Nutzer her ändern, man muss da mitgehen

Das Wachstum im E-Commerce und die gesteigerte Nutzung von Computern, Tablets und Smartphones verändert alles. „Wir werden auch in den nächsten Jahren eine massive Verschiebung erleben. Jeder, der etwas anderes behauptet, lügt sich in die Tasche“, sagte Kai Hudetz, der Chef des Kölner Instituts für Handelsforschung. Ein einfaches Entweder oder wird es nicht geben, es wird alles im E-Commerce und stationären Handel zusammenwachsen und muß miteinander funktionieren. Selbst digital Natives gehen gerne bei schönem Wetter zum Shoppen in die Stadt. Eine Prognose für den Handel 2020 kann und will er nicht abgeben. Er weiß nur, anders als heute wird die Welt aussehen.

Westwing – Emotion statt Topseller

Stefan Smalla von Westwing gab einen schönen Einblick in sein Unternehmen, von Erfolgen aber auch Niederlagen wie z.B. der zu schnellen Internationalisierung und das man sich in einzelnen Ländern nicht wirklich durchsetzen konnte.

Westwing - erfrischend anders

Interessant hier, das der Ansatz eines shopbaren Magazins durch und durch das Unternehmen bestimmt. Emotion, starke Bildwelten, viele redaktionelle Inhalte und wer kaufen möchte, kann auch das. Ganz anders als die großen Player mit ihrem Datawarehouse, den Topsellerlisten und Themenkalendern geht man hier auch einfach mal hin macht das Thema Erdbeermarmelade zum Mittelpunkt eines Themas.

Natürlich sind mehr Frauen als Männer Kunde bei Westwing, das aber der Anteil der Altersgruppe > 45 Jahre deutlich höher ist als die der jungen digital Natives hat mich schon gewundert. Insgesamt hat Westwing 790.000 Kunden und damit bereinigte Umsatzerlöse von 111 Mio Euro in 2013 und 126 Mio Euro in den ersten drei Quartalen 2014 erwirtschaftet.

Verleger haben es nicht einfach – Mediennutzung im Wandel

Gabor Steingart vom Handelsblatt zeigt sich in seiner Keynote kampfeslustig, auch Verleger haben mit der geänderten Mediennutzung und vor allem der „Kostenloskultur“ zu kämpfen. Er digitalisiert und internationalisiert das Handelsblatt und schafft sich über Premiumcontent (Schrift, Audio und Video) zusätzliche Erlösquellen.

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Mit Spannung war der Vortrag von Amazon erwartet worden, war aber enttäuschend. Der Kunde steht im Mittelpunkt, alles einfach, Mehrwerte schaffen und permanente Innovation. Kritische Fragen gab es nicht wirklich, ausser der, wann Amazon in eigenen Stores in Deutschland anzutreffen sei.

Intimer Einblick in Zalando Businessplan

Zum Abschluss gab Rubin Ritter von Zalando Einblicke in die letzten Jahre und dem ersten Zalando Businessplan, der noch vor Firmengründung stand und bei dem alle Zahlen die drin Standen verfehlt worden sind. Die Gründer haben wirklich in der Garage angefangen und das eine Bild zeigt den ersten Tag, an dem es so viele Bestellungen gab, das die Pakete erstmalig von der DHL abgeholt werden mussten.

Tengelmann e-day eine runde Sache

Wie jedes Jahr war der Tengelmann e-day eine runde Sache und die vorzügliche Verpflegung hat sich rumgesprochen 🙂 Das Ambiente im Technikum vor allem in Kombination mit der sehr guten technischen Ausstattung sind eine extrem gute Kombination. Der e-day als Veranstaltungsreihe gibt jedes mal neue Denkanstöße und lässt Insights zu.

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