Surface Pro 3 – Review nach dem ersten Monat

Das Surface Pro 3 ist jetzt einige Wochen im Einsatz und ich kann ein erstes Arbeitsfazit ziehen. Ich muss aber gestehen, dass ich das Pro 3 irgendwie mit einer falschen Erwartungshaltung gekauft habe. Ich wollte nen Super Tablet haben. Verwöhnt durch die wirklich guten iPads wollte ich was mit langer Akkulaufzeit, was Softwareseitig ggf. ein bisschen mehr drauf hat als ein iPad.

Gekauft habe ich aber etwas anderes. Ein Notebook / Ultrabook mit Tabletfunktion. Deswegen könnte man aus meiner Sicht das Surface Pro 3 ehr mit einem solchen Vergleichen als mit einem reinen iOS oder Android Tablett.

Wo Licht ist – ist auch Schatten

Viele Sachen sind bei dem Surface Pro3 gut gelöst, es gibt aber auch Punkte die mir weniger gefallen bzw. die von Microsoft nicht so richtig durchdacht sind.

Bildschirmtastatur vs. TypeCover

Bei angeschlossenem TypeCover ploppt trotzdem die Bildschirmtastatur auf, wenn man z.B. ein Eingabefeld auf einer Webseite antippt. Workaround: Die komplette Bildschirmtastatur in den Einstellungen deaktivieren. Nach drei Wochen das Surface mal ohne TypeCover nutzen und sich noch daran erinnern, wo in den Einstellungen die Bildschirmtastatur aktiviert wird – unbezahlbar. Erwarten würde ich, das bei angeschlossenem TypeCover die Bildschirmtastatur sich automatisch abschaltet.

Wer braucht schon Steckdosen? Das Surface Pro 3!

Vom iPad bin ich lange Akkulaufzeiten gewohnt. Keine Frage, auch das Surface hat eine echt gute Akkulaufzeit. Macht der Akku allerdings schlapp, kann ich nicht wie bei einem Tablett eine USB Powerbank zum Laden nutzen. Laden kann man den Akku nur über ein Netzteil! Somit wird man vom digitalen Nomaden wieder zu einem sesshaften Steckdosenjunkie. Vielleicht schafft Mircosoft oder ein Hersteller für Zubehör hier eine wirklich mobile Lösung, so das man das Surface in der Tasche via Powerbank laden kann.

Ups, da ist das Surface leer…

Auch wieder so ein Ding wo ich eine andere Erwartungshaltung hatte. Bin ich mit dem iPad fertig, klappe ich es zu und lege es weg. Selbst einige Tage später hat sich die Akkukapazität kaum verändert. Anders verhält sich das Surface Pro 3. Klappt man den Typecover zu, geht das Surface in einen Energiesparmodus. Allerdings verbraucht es dann trotzdem Strom. Wer also Freitags einfach in den Standby geht und Montags zu einem Kunden fährt, wird Pech haben. Der Akku ist dann halt leer.

In dem Zusammenhang, es geht auch nur mit Metro Apps, das man z.B. Musik abspielt und den Bildschirm abschaltet. Mit normaler Software geht das nicht.

Tablet im Officeeinsatz – zeigt das Surface Pro 3 schwächen?

In der Anwendung ist das Surface ziemlich Nice. In der Kombination mit der Dockingstation und 2 Monitoren ein vollwertiger Arbeitsplatzrechner mit Power unter der Haube. Office läuft reibungslos, teils habe ich PHP Entwicklungsumgebungen installiert und nutze es auch zur lokalen Entwicklung von Webseiten. Für Termine hat man mit einem Griff seine komplette Arbeitsumgebung in der Hand. Ich habe mir bei Amazon eine kleine hübsche Tasche gekauft, in die alles passt, was man so für einen externen Termin benötigt und muss sagen: Das Surface Pro 3 macht einen schlangen Fuß.

Fazit des Erfahrungsberichtes Surface Pro 3

Das Surface Pro 3 ist mehr Notebook als Tablet. Allerdings kann man es gut als letzteres verwenden. Sowohl mit dem Stift als auch mit den Finger lässt sich flüssig malen und schreiben. Das Pro 3 ist noch nicht die eierlegende Wollmilchsau die ich mir gewünscht habe. Vor allem die Sache mit dem Standby in Kombination mit dem Aufladen via Steckdose habe ich mir anders vorgestellt.

Unterm Strich bereue ich es nicht. Microsoft ist softwareseitig auch an einigen der genannten Themen schon dran, so das über kurz oder lang auch diese Sachen abgestellt sein werden.

 

 

 

 

 

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